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Schneckenabwehr - aber richtig


Salatpflanzen ziehen Nacktschnecken besonders an.
Foto: djd/praxis press



An Zier- und Kübelpflanzen werden Nacktschnecken zu wahren Kletterkünstlern.
Foto: djd/praxis press

(djd/pt). Schon das letzte Jahr bescherte Schnecken ideale Lebensbedingungen und vielen Gärtnern erhebliche Fraßschäden an den Pflanzen. Jetzt profitieren die schleimigen Räuber erneut von einem milden Winter und einem feuchten Frühjahr. Vielerorts sind die ersten Jungtiere bereits Ende Februar geschlüpft. Pflanzenschutzexperten warnen deshalb vor einer "Jahrhundert-Schneckenplage" und raten, rechtzeitig vorzubeugen. Dazu gehört das möglichst tiefe Lockern des Bodens im zeitigen Frühjahr, damit Hohlräume, die als Verstecke für Schnecken dienen, zerstört werden.
Hausmittel nicht zuverlässig
Nahezu jeder Hobbygärtner schwört auf sein eigenes "Hausmittel", um sich der unersättlichen Fresser zu erwehren. Pflanzenschutzexperten warnen jedoch vor Experimenten: Abwehrmaßnahmen - wie Bierfallen, das Ausstreuen von Sägemehl, Branntkalk oder Kaffeesatz, nächtliches Absammeln oder das Anpflanzen so genannter Abschreckungspflanzen - bringen meist nicht den gewünschten Erfolg. Gut bewährt hat sich dagegen Schneckenkorn mit dem Wirkstoff Metaldehyd, der unter anderem in Schneckenkörnern und Schneckenlinsen von Celaflor, Compo, Spiess-Urania und Etisso im Gartenfachhandel erhältlich ist. Mehrere Feldversuche bestätigen, dass die Wirkung von Metaldehyd bereits einen Tag nach dem Ausstreuen einsetzt. Auch hält die Wirkung über einen vergleichsweise langen Zeitraum unvermindert gut an - selbst bei feuchter und kalter Witterung.
Von Experten empfohlen
Da es sich bei Metaldehyd um einen schneckenspezifischen Wirkstoff handelt, der ausschließlich die Schleimzellen der Schnecken angreift, geht für andere Lebewesen des Gartens - wie Regenwürmer, Laufkäfer, Igel, Vögel und Haustiere - keine Gefahr aus. Nicht aufgenommene Körner werden von Bodenorganismen biologisch abgebaut, so dass auch der Boden nicht belastet wird. Deshalb wird metaldehydhaltiges Schneckenkorn von Pflanzenschutzexperten auch uneingeschränkt empfohlen. Die beste Wirkung zeigt es, wenn es gleichmäßig und sparsam zwischen den Pflanzen ausgestreut wird.




       
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