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Der Weltfrauentag - Relikt oder immer noch notwendig?

Am 8. März ist es wieder soweit - der Weltfrauentag wird begangen. Es war ein steiniger Weg im Kampf um Gleichgberechtigung und vieles ist geschafft. Doch wenn man sich den Gehaltsspiegel vor Augen führt, dann klafft auch heute noch ein grosses Loch zwischen Männern und Frauen. Obwohl Frauen meist besser ausgebildet und bessere Noten vorweisen können, drückt sich dieses fast immer nicht im Gehalt aus - doch woran liegt es? Manche Experten sind der Meinung, dass Frauen sich beim Vorstellungsgespräch meist schlechter verkaufen und präsentieren, als ihre männlichen Kollegen - doch ist das wirklich so? Oder sitzt es immer noch im Hinterkopf von vielen Personalmanagern, dass Frauen automatisch weniger verdienen müssen? Doch in vielen Ländern geht es noch nicht mal um Beruf und Verdienst, sondern um ganz banale, für uns selbstverständliche Dinge wie Stimmrecht, Mutter und Kinderschutz etc. Darum brauchen wir den Weltfrauentag auf jeden Fall! Frauen in Europa kämpfen heutzutage hauptsächlich um berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und gerechte Bezahlung. Nur ca. 6% der deutschen berufstätigen Frauen befinden sich in verantwortungsvolleren Positionen, obwohl über 50% an deutschen Gymnasien Mädchen sind.

Woher kommt der Weltfrauentag eigentlich?

Am 19. März 1911 wurde er erstmals von Frauen aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Dänemark und den USA auf Initiative der Sozialistin Clara Zetkin aus Deutschland begangen. Drei Jahre zuvor hatten Frauen in einer Textilfabrik in New York genug von den Arbeits- und Bedingungen und streikten. Kurz danach brach ein Feuer aus, wobei 124 Arbeiterinen ums Leben kamen. Im Jahre 1921 erklärte man den 8. März dann als das Datum des internationalen Frauentages und 1975 erkannte die UNO den 8.März als Frauentag an. Übrigens wurde dieser von den Nationalsozialisten verboten und durch den Muttertag ersetzt. Erst 1946 wurde dieser in den Besatzungszonen der Sowjets wieder begangen, wobei sich auch andere sozialistische Länder beteiligten.

Woher kommt denn der Brauch der roten Rose?

Zum 75. Jahrestag des Frauentages im Jahre 1986 wurde dieser unter das Motto "Wir wollen Brot und Rosen" gestellt. Seit dieser Zeit ist es Brauch geworden, Frauen eine rote Rose zu schenken. An diesem Tag wurde für das Recht auf Arbeit und soziale Löhne, Gleichberechtigung und soziale Absicherung gekämpft. Auch heute noch sind diese Themen hochaktuell.

Übrigens ist in einigen Ländern der Weltfrauentag ein Feiertag und in China haben die Frauen am Nachmittag frei...

Wie steht ihr zum Weltfrauentag? Hier abstimmen...




       
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